Into the Wild

Freddy und Björn auf Abwegen

 
02Sept
2014

Vom Leben nach dem Winterschlaf

Hallo zusammen,

Was soll man sagen, die Zeit rennt tatsächlich an uns vorbei, lässt wenig Raum für Resignation und Berichterstattung. Aber ehrlich gesagt wollen wir uns nicht in jedem Eintrag wieder dafür entschuldigen solange gebraucht zu haben, sondern akzeptieren die Tatsache und hoffen das sie akzeptiert wird, denn vergessen tun wir euch nicht, das Leben hat uns derzeit aber ziemlich im Griff. Fast drei Monate liegt der letzte Eintrag zurück, sodass wir definitiv nicht auf jedes kleine Detail eingehen können, aber prägende Ereignisse/Erlebnisse wollen wir euch nicht vorenthalten. 

 

Freddy

Es ist schon seltsam wie die Zeit, Momente, aber auch Menschen Pläne über den Haufen werfen. So war am Anfang die Rede von einem vielleicht zwei monatigem Aufenthalt in Banff die Rede um dann Juni wieder aufzubrechen und einen neuen Ort unsicher zu machen. Nun fünf Monate später ist es irgendwie schon ganz selbstverständlich hier zu sein. Banff ist nicht mehr das kleine verschneite Städtchen in den Rockies, nein es ist meine zweite Heimat. Man kennt die Stadt, kennt die Menschen, die besonderen Plätze, die schönen und die hässlichen Seiten der Stadt. 

Doch Warum bin ich eigentlich immer noch in Banff? Diese Frage führt zu einer der größten, privaten Veränderung, meiner neuen Freundin Kim aus Vietnam. Anfangs nur Arbeitskollegen, dann langsam Freunde und nun schon seit über drei Monaten zusammen, erleben wir eine tolle Zeit zusammen, was mich, natürlich zusammen mit anderen Gründen, dazu bewegt hat etwas länger hier zu bleiben. Fast alle Ereignisse über die ich schreiben will haben wir zusammen erlebt. 

So ist da zu beginn wohl meine erste Begegnung mit einem Bär zu nennen, die zugegebenermaßen schon etwas zurückliegt und der weitere gefolgt sind. Wir saßen gerade beim Frühstück vor dem euphorisch erwartetem Arbeitstag als ein Arbeitskollege mit hysterischen Rufen in die Küche gerannt kam denen ich nur etwas wie "A big fat Grizzlyyyyy!!!!" entnehmen konnte. Wir eilten also nach draußen und tatsächlich war direkt hinter dem Hotel ein dicker Grizzlybär friedlich am grasen. Nach anfänglichem Zögern hab ich mich dann bis auf etwa drei Meter an ihn heran getraut, etwas Sicherheit gab mir ein kleiner Holzzaun der uns trennte und eine Treppe auf der ich stand. so konnte ich relativ beeindruckende Bilder meiner ersten Begegnung mit einem Bär schießen.

Auch wenn Kim nicht besonders fürs Wandern zu begeistern ist haben wir immer wieder kleinere Wanderungen zu besonderen Orten, von denen es hier in der Umgebung einfach zu viele gibt, unternommen. Etwas weiter zurück liegen die "Grassi Lakes", tief türkiese Seen in der Nähe von Canmore...

Und sehr aktuell das "Johnston Canyon" eine Schlucht in der es neben unberührter felsiger Natur zwei ansehnliche Wasserfälle zu besichtigen gibt. Keine spektakulären Ereignisse aber eine gute Möglichkeit um Bilder der einfach immer wieder unfassbaren Natur hier zu zeigen. 

 

Eine weitere Erfahrung war der Besuch eines typisch amerikanischen Festivals, dem "Stampede" Festival in Calgary mit Rodeo, Motocross shows und jeder Menge anderen Attraktionen die einem klassischen Rummel entsprechen und sich klassisch viel kosten lassen. Allerdings war es unglaublich warm an diesem Tag und wir waren über zwölf Stunden unterwegs, was mich letztendlich etwas erschöpft hat. Trotzdem ein tolles Erlebnis vor allem weil ich zwischendurch gemütlich das Finale der Weltmeisterschaft und den Titelgewinn in einer Bar genießen konnte und auch das Feuerwerk um 11 in der Nacht war wunderschön anzusehen. Am Abend war auch ein "Billy Talent" Konzert auf dem Festival, ich war kurz da musste dann aber abbrechen, weil es einfach zu wild war vor allem für die Mädels, richtig krass wies da abgeht 

Sonstige Freizeitaktivitäten sind weiterhin Wandern, Kanufahren und dann tatsächlich auch öfters Baden gehen in den wunderschön blauen Seen in den Rockies. Das Wetter hat dies in letzter Zeit zugelassen, wir hatten zeitweise 25-30 Grad hier und viel Sonne. Die Seen sind weiterhin sehr kalt, aber für kleinere Erfrischungen für echte Männer durchaus zu gebrauchen. 

Viel Freizeit bleibt in letzter Zeit aber eh nicht, da wir in den letzten Wochen nicht sehr gut besetzt sind im Mitarbeiterstab und sechs Tage die Woche arbeiten müssen. Gut fürs Geld aber das Vergnügen leidet etwas darunter. Die Arbeit ist weiterhin ertragbar wird aber langwierig und der Feierabend wird immer dringender erwartet. Wir hatten bis vor Kurzem ein klasse Team mit sehr netten, jungen Mitarbeitern, die uns aber jetzt nach und nach wieder verlassen haben. Das ist leider bezeichnend für Banff, es ist zwar ein Ort des Kennenlernens aber gleichzeitig ein Ort des Abschieds,  Abschied von Mitarbeitern, Freunden die man ins Herz geschlossen hat und irgendwann auch Abschied für mich, der mir nicht leicht fallen wird. 

Im Grunde arbeite ich im Moment nur noch mit der Motivation, genug Geld zu verdienen um dann den Rest der Reise nicht mehr arbeiten zu müssen. Ich freue mich riesig darauf endlich weiterziehen zu können auch wenn ich den Abschied fürchte. Auch freue mich darauf wieder nach Deutschland zurückzukehren, denn gerade in letzter zeit gibt es Momenten in denen mir meine Heimat fehlt. Meistens sind es nur Anekdoten und Erinnerungen die das Heimweh Gefühl in mir aufkeimen lassen. Ich wünsche mir manchmal wieder bei meiner Familie zu sein oder etwas mit Freunden zu unternehmen, wie in alten Zeiten. Nichtsdestotrotz hab ich hier eine sehr tolle Zeit und vor allem die Vorfreude, auf eine vielleicht noch tollere Zeit voller Reisen und Leben. 

~Der ist reich, dem das Leben die Abschiede schwer machte.~

PS: Wir haben Ende August, der Sommer scheint hier, auch wenn er gefühlt gerade erst angefangen hat, schon wieder dem Ende entgegen zu gehen. Sonne wird spärlicher und Temperaturen fallen langsam wieder, vor allem Nachts. Schnee im Oktober ist hier normal, bitte nicht früher :(

Zeit dem zu entfliehen. 

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Björn

Mir fällt immer wieder auf, wie schön es ist diesen Blog zuschreiben, auch wenn es immer eine Ewigkeit dauert bis ich mich dazu überwinde, da man alles noch einmal reflektieren kann...

 

Die große Frage die ich mir nun stellen muss ist... wo fange ich an...?

 

Ich hab mich wirklich eingelebt, die Kassiererin im Supermarkt, der Türsteher von der Discothek, der Kiosbesitzer, der Hotelmanager kennen den großen Lockenkopf, der hier wohl nicht zu übersehen ist...

 

Der Freundeskreis wird auch immer größer und der harte Kern festigt sich immer mehr. Es geht ganz schnell, man trifft sich mit Freunden und lernt über sie neue Menschen kennen. Es treffen alle irgendwann aufeinander. Die anderen Freundschaften entstehen durch das familiärische Zusammenleben. Ich wohne mit manchen Menschen schon 4 Monate in einem Haus und mit manchen habe ich sogar ein Zimmer geteilt. Ich habe hier wirklich wahre freunde gefunden, die ich sehr schätze. Durch die jeweilige Unterstützung versucht hier jeder dem andern zu helfen, denn fast alle hier leben zum ersten mal alleine. Alle haben keine Eltern mehr um sich herum, die pure Freiheit wird uns beim leben gegeben, jedoch gilt es auch diese zu nutzen und zu genießen.

 

Wenn ich von dieser kleinen Familie spreche meine ich Gabriel, Charlene, Rena, Daniella und mich. Wir fünf verstehen uns sehr gut und haben uns auf die dauern recht gut kennengelernt. Wir haben auch zusammen ein Auto gemietet und einen Roadtrip nach Jasper unternommen.

    Die kleine Familie

Jasper ist der nächstgelegene Nationalpark, der noch wilder und unberührter als der von Banff ist. Da ich nur einen freien Tag hatte, sind wir direkt nach dem Arbeiten (6 Uhr) losgefahren. Auf dem weg dahin sahen wir dreimal Bären, ein Braunbär, ein kleiner Grizzlybär und eine Mutter mit zwei Babys. Gemietet wurde ein Jeep, in dem dann auch nach 4 stündiger Fahrt übernachtet wurde... zu fünft wohl bemerkt...! Auch wenn die Beinfreiheit eher begrenzt wahr brachen wir früh auf und begangen den Tag mit einem echten kanadischem Frühstück (Kaffee, Bacon, Eier, Potatos, Toast, Würstchen und Ham). Wir verbrachten den Vormittag am Strand eines nahe gelegenem Sees und auf dem Rückweg machten wir halt an den Columbia Icefields. Die Kulisse auf der Fahrt und das Panorama um einen herum ist so beeindruckend... nicht in Worte zu fassen... Natur, Berge, Tiere und Sonnenschein...

Grizzly Am Strand in Japser Columbia Icefilds

 

Dies war ein sehr tolles Erlebnis in der Vergangenheit. Wir unternehmen aber auch viel mit anderen Freunden, so haben wir zum Beispiel eine gemeinsame Radtour und Wanderung unternommen. Die freien Tage werden wirklich auch für Aktivitäten genutzt.

  Radtour Wanderung

Ein wirklich sehr patriotischer Tag, war der Canada Day am ersten Juli, wo wir im Park mit Freunden ein BBQ machten und am Abend zusammen das Feuerwerk betrachteten.

  Nach dem Feuerwerk

Andere Freizeitaktivitäten sind unter anderem auch Kanufahren, im Park Fußball oder Basketball spielen, wandern oder am Fluss relaxen...

  Kanufahren Fußball im Park Nach der Arbeit im Park

Ich habe hier sozusagen zwei sehr unterschiedliche Lebensstile einmal die Freizeit und das Arbeiten. Bei der Arbeit läuft es weiterhin gut und ich bin ein geschätzter Mitarbeiter, der sich nun wirklich gut zurechtfindet und auch schon eine weile dort arbeitet. Ich verstehe mich eben auch sehr gut mit meinen Arbeitskollegen und manchmal wir auch etwas zusammen unternommen.

  Essen mit den Arbeitskollegen

Eine weitere sehr private Veränderung folgte durch das Kennenlernen eines Mädchen. Daniella ist ihr Name, sie kommt aus Montreal und kommt somit aus dem französischen Teil Kanadas. Sie studiert französische Literatur und hat mit mir in dem Wohnheim gewohnt. Durch die Beziehung zu ihr haben sich meine Pläne für die Zukunft auch geändert. Ich folge ihr nach Montreal und ich habe dort vor bis ende Oktober zu arbeiten und mein Französisch zu beweisen :)

Daniella und ich

Diese Begegnung kam eben sehr überraschend und ich schaue nun wie viel sie mir bedeutet...

 

~Die besten Dinge kann man nicht kaufen... Man trifft sie unterwegs..~

 

Um wirklich aktuell zu sein, ist es de facto so, dass ich gerade schon in Montréal bin und ich jetzt erst den Blogeintrag von Banff fertig schreibe... :) Einen ausführlichen Bericht über den Trip nach Montréal, auf dem mich meine beste Freundin Sophia begleitet folgt nun... @:)

Da ich mich entschieden habe nach Montréal zu reisen, um dort bis ende Oktober zu leben, hat es sich angeboten, dass ich auf der Reise dahin noch ein bisschen was sehe und erlebe. Glücklicherweise hat sich Sophia spontan dazu entschlossen mich dabei zu begleiten. Wir wollten unbedingt trampen und couchsurfen ausprobieren um eine andere Art des Reisens kennenzulernen. Wir sind in Banff gestartet und sind bis Mitchell (South Dekotha) getrampt, was eine Entfernung von zweitausend Kilometer sind. Auf dem weg dorthin habe wir unter anderem die Grenze passiert, Yelloowstone besichtigt und das Bikerfestival Sturggis besucht.

Abschiedsbild Trampen Yellowstone Yellowstone, Old Faithful    Sturgis Biker Rally On the road

Von Mitchell aus haben wir einen Bus nach Chicago genommen, wo wir drei Tage lang die Stadt erkundet haben. Ich bin dann direkt von Chicago nach Montréal und Sophia hat noch mehr Städte besichtigt. Nachdem Sophia in Montréal angekommen ist, haben wir auch hier ein bisschen zusammen die Stadt erkundet, es ist sehr praktisch, da Daniella unsere einheimische Stadtführerin ist... :)

Chicago, Summerdance 

Ein letztes sehr schönes Ereignis war mein Geburtstag, den ich in New York verbracht habe. Da New York "nur" 8 Stunden entfernt ist haben wir uns spontan dazu entschlossen dort drei Tage zu verbringen. Es war sehr beeindruckend New York wieder zu sehen, da ich schon einmal im jungen Kindesalter da war. Eine Stadt die nie schläft, sehr laut, hektisch und dreckig ist. 

Brooklyn Bridge

Es war ein einmaliges Erlebnis, da ich an meinem Geburtstag um Null Uhr auf dem Time Square stand...

 Geburtstag

Ich kann wirklich gerade sagen, dass ich gerade sehr viel erlebe, es passiert auch generell viel um mich herum. Viel Zeit zum Nachdenken und wirkliche Zeit für sich selber ist eher rar aber das ist eben der Preis von dem spontanem Reisen und dem ereignisvollem Lebem...

 

Ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass ich Deutschland oder besser gesagt meine Zuhause nicht vermisse. Es sind Kleinigkeiten und Gewohnheiten die einen Selber immer mal wieder daran erinnern, dass es dort auch wirklich sehr schön ist und man dort wirklich tolle Menschen kennt. Man verpasst eben dort auch sehr viel... das Leben in Deutschland geht auch ohne mich weiter. Ich wäre manchmal gerne da für Freunde, wenn es ihnen schlecht geht. Ich würde gerne mal wieder meinen Bruder Jan sehen, der die wichtigste Person in meinem Leben ist. Ich hätte gerne die Geburtstage meiner Familie mitgefeiert und meinem Opa Josef die letzte Ehre bei seiner Beerdigung erwiesen...

 

Eine Sache die ich seit neusten wirklich sehr ist oft nutze ist Skype... heißt wenn einer von euch mal mit mir skypen/reden will, gebt mir Bescheid und ich schaue wann ich Zeit habe... Die Zeitverschiebung (6 Stunden) und das Reisen machen es nicht immer so leicht...

~Ich bin lieber froh Dinge getan zu haben als sie nicht gewagt zu haben~

 

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gemeinsame Aktivitäten:

Norquay

Natürlich waren wir auch oft zusammen unterwegs, sofern wir es hinbekommen haben gemeinsam frei zu haben. Unsere schönste Wanderung, da sind wir uns einig war das Erklimmen von Mt. Norquay. Ein sehr schöner aber auch sehr steiler und anstrengender Aufstieg, der mit tollen Aussichten belohnt wurde. Wir konnten allerdings nicht bis auf den Gipfel, weil dort gerade an einem Pfad gearbeitet wurde und die Gefahr von herabfallenden Steinen zu groß war. Also haben wir uns auf der Suche nach einem alternativ Pfad einfach in die Büsche geschlagen, mitten durch dichtesten Wald bis uns irgendwann nicht mehr so ganz gut zumute war weil wir angst hatten nicht mehr zurückzufinden, abgesehen davon, dass jeden Moment ein Bär auftauchen könnte. Also drehten wir um und fanden einen schönen Platz zum Natur und Aussicht genießen. Das schöne an dieser Tour war einfach das Spontane, die Freiheit und Einsamkeit der Natur. 

~Nur wo du zu Fuß warst bist du auch wirklich gewesen~ (Goethe)

Norquay 

 

Auch sind wir froh erzählen zu können, dass wir ein Auto, einen Campervan gekauft haben. 1800$ hat uns das gute Stück gekostet, klingt erst mal gar nicht so viel, aber bis wir die Versicherung bekommen haben war es doch noch ein langer und auch teurer Weg. Aber nun ist es startklar und wir freuen uns darauf mit diesem tollen Stück Blech Kanada zu erkunden. 

Das Auto

Toll war auch die Weltmeisterschaft in einem anderen Land zu erleben. Nicht ganz so toll war zwar, dass aufgrund der Zeitverschiebung nahezu jedes Spiel in die Arbeitszeit gefallen ist, aber dafür hat uns der Titelgewinn umso stolzer auf unser Land gemacht, gerade wenn man mit Menschen aller verschiedener Nationen zusammen lebt. Auch war es schön zu sehen, wie Fußball verbindet, wie jeder seine Mannschaft anfeuert und plötzlich viel mehr Leben in die Stadt kehrt.

 

 Eine ganz besondere Überraschung war, dass Sophia uns hier in Banff besucht hat. Es ist schon verrückt hier auf der anderen Seite der Welt ein bekanntes Gesicht vom Bus abzuholen und ihr die Stadt zu zeigen, als wäre man schon ewig hier. Zusammen haben wir ein paar schöne Tage in Banff verbracht und unter anderem eine Fahrradtour zum "Johnson Lake" unternommen. Bei schönstem Wetter wurde dann auch noch das Wasser getestet, für gerade erst angereiste scheinbar zu kalt. Wir haben uns sehr gefreut dich hier zu sehen Sophia, selbstverständlich ist das nicht, vielen Dank für den Besuch! 

  Old Friends Mountainbiken Baden am Johnson Lake

Vielen Dank auch an euch alle, dass ihr unseren Bericht gelesen habt. Wir leben beide noch, und ich meine wirklich leben. Im Moment gehen wir zwar getrennte Wege, aber in Gedanken sind wir uns immer noch einig, was man diesem Eintrag sicherlich entnehmen kann und freuen uns gemeinsam weiter zu ziehen. 

Wir hoffen auch bei euch ist alles klar und es geht euch ähnlich gut wie uns. Ihr hört wieder von uns (in drei Monaten dann!!). 

Machts alle ganz gut,

Liebe Grüße 

Björn und Freddy

 

 

 

 

09Mai
2014

Vom einkehrenden Alltag, sturem Winter und der Bedeutung "Working Holiday"

Hallihallo ihr Deutschländer

Ja, wir leben noch!

Ist ja jetzt doch schon wieder eine ganze Weile her seit dem letzten Eintrag (Anmerkung der Redaktion: Über einen Monat!), dafür wollen wir uns natürlich entschuldigen. Verantwortlich war dafür am Anfang eher der Mangel an relevanten Erlebnissen, jetzt in letzter Zeit zumindest bei mir (Freddy) auch der Mangel an Zeit, weil doch einiges passiert ist, und vielleicht ist da auch zu guter Letzt die mangelnde Lust. Aber nun gibt’s mal wieder einen Haufen an Informationen also nicht einschlafen, es könnte lang werden.

 

Freddy

Zunächst mal hab ich mich hier komplett eingelebt und das Leben hier schon ziemlich zum Alltag gemacht. Dazu gehören auch die ständigen Begegnungen mit Tieren. Wo man in Deutschland noch hysterisch rief und alle Anwesenden dazu bewegen wollte es auch zu sehen ist es mittlerweile absolut nichts besonderes mehr für mich eine Gruppe Rehe am Straßenrand oder sogar direkt im Städtchen zu sehen. Etwas überraschender war es, zumal es schon eine Weile zurück liegt, als ich aus der Stadt auf dem Heimweg war, als ein dicker Elch direkt vor mir die Straße passierte. Und ich meine damit nicht wie in Deutschland schnell drüber und hastenichtgesehen auch schon wieder weg, sondern in kompletter scheiß-drauf-Manier, behäbig, so dass direkt ein kleiner Stau entstand, da die Autos anhalten mussten.

Einen Bär haben wir immer noch nicht gesehen aber schon mehrere Bilder und Videos von Arbeitskollegen, aufgenommen in direkter Umgebung.

Ein Grizzly Bär hier in der Umgebung ist Polizeibekannt und hat sogar eine Nummer. Bekannt unter anderem da er scheinbar schon mehrere Braunbären getötet hat.

In der Arbeit läuft es nach wie vor sehr gut, das neue Team steht jetzt so ziemlich, wir kriegen wohl bald noch zwei Deutsche Jungs, ob ich mich darüber freuen soll oder nicht weiß ich selber noch nicht weil es irgendwie auch spannender ist, wenn man der einzige Deutsche ist.

In letzter Zeit habe ich relativ viel mit Mitarbeitern gemacht, man wächst immer mehr zusammen. Da waren diverse Geburtstagsfeiern, nicht zuletzt meine eigene, die ich nicht komplett ausleben konnte weil ich arbeiten musste. Ich habe mit Björn ein bisschen reingefeiert und am Geburtstag selber dann noch ein bisschen mit Arbeitskollegen gefeiert. Mir wurde sogar ein Apfelstrudel gebacken, was ich unglaublich süß fand.

Dann hatten wir eine „Staffparty“, wir sind alle zusammen Bowlen gegangen und haben anschließend den Pub aufgesucht. Auch das war sehr schön, vor allem, dass hier überhaupt so etwas organisiert wird find ich richtig gut.

Ein besonderes Highlight war natürlich auch das Sushiessen mit ein paar Kollegen. Ja, ihr habt richtig gehört, ich war Sushi essen. Wenn ich schon mal auf Reisen bin muss ich ja auch mal ein bisschen offener sein und, naja, mein Lieblingsessen wird es nicht, aber immerhin hat es mein Magen nach lebenslanger Fischabstinenz gut überstanden.

Zu guter Letzt haben wir vor ungefähr zwei Wochen angefangen unsere Unterkunft neu zu streichen um es ein bisschen schöner zu haben hier. Als Belohnung dafür kriegen wir einen Flatscreen gesponsert.

meine Unterkunft Die Küche das Wohnzimmer... ...und zu guter Letzt mein schlichtes Zimmer, zugegebenermaßen gerade nicht in optimalen Zustand

An einem der seltenen Tagen mit schönem Wetter habe ich zudem mit zwei Arbeitskolleginnen Kim und Chiemi aus Vietnam und Japan den etwas kleineren Tunnel Mountain erklommen. Zumindest für mich keine allzu schwierige Aufgabe aber dennoch toll wenn man dann oben ist, vor allem bei diesem Wetter. Oben angekommen wurde dann erstmal ein bisschen in der Sonne gebraten (mit Banane! ich bin jetzt der "little monkey") und ich Weißbrot habe mir auch gleich mal meinen ersten satten Sonnenbrand geholt.

 

Ab da gings dann eher bergab. Der nächste Tag fing zwar noch ganz gut an, ich war zeitig mit Arbeiten fertig, habe dann noch mit Kim, Lenka (meine Housekeeping Chefin) und einer Managerin, der wir anschließend spontan bei ihrem Umzug geholfen haben, in unserem Bistro gut gegessen auf der Terasse im Sonnenschein. Danach, nach dem Umzug wohlgemerkt, wobei das Essen natürlich auch anstrengend war, war ich schon unglaublich platt, so platt war ich lange nicht mehr. Die Nacht darauf konnte ich kaum schlafen weil mein Magen Probleme bereitete. Dennoch musste ich früh raus zur Arbeit und der Tag war die Hölle, weshalb ich nach der Arbeit direkt ins Bett bin und bis zum nächsten Morgen geschlafen habe. Allerdings war da dann plötzlich alles voll mit Schnee was nicht dazu führte, dass sich meine Stimmung verbesserte. Nun geht es mir aber schon wieder gut, also keine Sorgen es war nichts ernstes.

Vor ein paar Tagen hatte ich mein erstes richtiges Lagerfeuer, zwar ohne Grillen, aber mit Gitarre und Bier. Das macht Laune auf den Sommer. 

Mein Leben hier ist im Moment relativ ruhig und steht denk ich ein wenig im Kontrast zu Björns Erlebnissen, aber das spiegelt ja auch unsere verschiedenen Typen wieder. Ich geh öfters mit Arbeitskollegen essen oder spazieren, vor Allem mit Kim und Lenka komm ich sehr gut aus und es wird mir schwer fallen dann irgendwann hier wieder Abschied zu nehmen. 

Kim, Lenka und ich

Björn

Egal wie ich es versuchen werde es zu beschreiben, wird es wohl der Wirklichkeit nicht gerecht werden. Das Leben hier ist das Leben, dass ich mir in diesem Alter immer gewünscht habe.

Wir erleben gerade die Zeit, von der wir später einmal erzählen werden...

Es ist mal wieder viel passiert. Ich wohne nun mit elf Menschen zusammen, heißt mein Haus ist nun voll. Es herrscht hier multikulti pur. Zwei Irinen, ein Australier, zwei Japaner, ein Brasilianer, vier Kanadier und ich versuchen hier zusammen zu leben und viel gemeinsam zu erleben. Wir verstehen uns alle sehr gut und deshalb bleibt hier nicht viel zeit für Langeweile. Grundsätzlich ist es so das hier viele Freunde vorbeikommen und so hier immer was los ist. Die ganze Stadt Banff ist ziemlich ähnlich. Ich habe schon so viele interessante Menschen kennengelernt, aus aller Welt, und da Banff wirklich so "klein" ist trifft man mindestens ein oder zwei bekannte Gesichter wenn man durch die Stadt läuft. Banff ist eine Touristen Stadt und dass ist auch deutlich im Alltag zu spüren. Die Stadt verändert sich so stark, wenn es auf das Wochenende zugeht. Die Einheimischen, also die Menschen, die hier wirklich wohnen und arbeiten, wie wir es tun, haben dadurch einen ganz anderen Rhythmus. Wir gehen entweder am Donnerstag oder am Sonntag (Local nights) weg, ein wirkliches Wochenende haben wir hier nicht. 

Das grüne HausMein Zimmer

   Wohnzimmer

Mein Alltag sieht nun wie folgt aus, wenn ich arbeiten muss, stehe ich um 8 Uhr auf und arbeite meistens bis um 4 oder 5 Uhr. Wenn ich nach Hause komme, habe ich eine ganzen Abend für Aktivitäten. So verbringen wir alle immer den Abend zusammen und machen das auf was wir gerade Lust haben. Diese Woche waren wir einmal am Fluss, wo Jordan sogar mal zum ersten mal das Wasser getestet hat, da war es sogar mal richtig warm und schön. Zwei tage später hab ich dann mit meinem brasilianischen Bewohner seinen ersten Schneemann gebaut.  An einem anderen Abend hat der japanische Koch für uns gekocht, wir sind zusammen weg gegangen und haben zusammen die Gegend erkundet. Die Aktivitäten und Erlebnisse sind so abwechslungsreich und unvorhersehbar wie das Wetter hier.

  snowman 

Im meinem Job gab es auch einige Veränderungen, ich arbeite nämlich nun Vollzeit als Laundrymen. Das heißt ich muss Betten abziehen, die ganze Bettwäsche und Handtücher mit Wägen rum chauffieren und später sortieren. Waschen muss ich nicht, dies tut eine große Wäscherei für uns. Der Job bringt viel mehr Freiheit mit sich und ist mehr körperlich, was mir sehr gefällt. Die Arbeit ist deshalb mehr erträglich, nur Houskeeping ist nicht gerade sehr abwechslungsreich und erfüllend.

 Die nächste Zeit wird sicher noch aufregender, es gibt so viele Pläne und neue Möglichkeiten. 

Reisen bedeutet für mich, Orte zu finden an denen man ein bisschen bleiben will... und ich will hier ein bisschen bleiben...

 

An unseren gemeinsamen freien Tagen sind Björn und ich meistens wandern gegangen, leider hatten wir mit dem Wetter nie richtig Glück weil es grundsätzlich immer dann schön ist wenn wir arbeiten müssen und an unseren freien Tagen dann meistens eher durchwachsen.

Das Wetter hier ist sowieso so eine Sache... Deutsches Aprilwetter ist ein Witz dagegen!

Wenn es an einem Tag schön war mit Sonnenschein und blauem Himmel kann es am nächsten Tag, ach was sag ich, in der nächsten halben Stunde regnen oder gerne auch schneien. Wir hatten jetzt vor ein paar Tagen knappe 20 Grad für drei Tage, tatsächlich sogar unsere zwei freien Tage, heute hat es dann wieder den ganzen Tag geschneit aber schaut selber auf den Bildern, die Reihenfolge ist Zeitgemäß.

Schönstes Wetter bei 20°C nur zwei Tage später, alles weiß... langsam reichts!

 

Zu unseren Wanderungen: Björn und ich haben zunächst Sulphur Mountain erklommen bei zunächst annehmbarem Wetter, was dann aber als wir die Spitze fast erreicht hatten in einen Schneesturm mündete und uns so jegliche Chance auf gute Aussicht nahm. Für den Rückweg konnten wir dann zum Glück die Gondel nehmen, welche kostenlos ist wenn man den Berg zu Fuß besteigt.

Elchi hat den Aufstieg im Rucksack miterlebt  

Die Woche darauf ließen wir es etwas ruhiger angehen und liefen etwas entlang des Bow River, welcher durch Banff fließt. Das Wetter war auch hier nicht richtig gut, trotzdem war es ein schöner Spaziergang.

Bow River, mit der typisch türkisen Farbe

Letzte Woche war dann das tolle Wetter und wir konnten nach einem die gute Laune zerstörendem Championsleaguespiel des FC Bayern immerhin noch etwas die Sonne genießen an den Vermillion Lakes, die mittlerweile aufgetaut sind, aber leider noch nicht allzu viel Wasser haben, was durchaus mit krittischem Blick zu betrachten ist. 

die Experten sind sich einig, der See hat zu wenig Wasser! Bow River bei schönem Wetter

Groß raus aus Banff sind wir bisher noch nicht gekommen, wir waren einmal im Nachbarstädtchen Canmore, welches viel ruhiger als Banff ist, aber bessere und größere Einkaufsmöglichkeiten hat. 

Die weitere Planung ist eigentlich immer noch offen, aber ich denke wir werden hier noch eine Weile bleiben bevor wir unsere Reise fortsetzen. Gerade auch weil der Sommer hier vermutlich sehr schön ist und man wahrscheinlich am meisten Arbeitsstunden kriegt, also auch am meisten Geld verdienen kann. Das schöne ist einfach, dass man trotz der Arbeit immer ein bisschen das Gefühl von Urlaub hat, "Working Holiday" eben.

Weitere Reiseziele sind neben dem Yukon dem Okanagan Valley übrigens auch Kalifornien und Hawaii geworden (wahrscheinlich, weil wir die Schnauze voll haben von Kälte und Schnee), aber ihr kennt uns, wir bleiben spontan und sobald irgendetwas fest steht, lassen wir es euch wissen.  

Ach eine Frage noch, macht Mai"schnee" auch schön? Und kommt mir nicht damit, ein Friseur würds auch tun!

In diesem Sinne wünschen wir euch nur das Beste in der Heimat, macht  euch keine Sorgen wir hatten ja immerhin unsere drei Tage Sommer, da kann der Winter dann schon langsam wieder kommen. 

Viele Herzliche Grüße von

Björn und Freddy

 

27März
2014

Banff, von getrennten Wegen, Betten machen und gutem Bier

Hallo ihr Lieben, lange ist es her. Wir sind jetzt ziemlich genau einen Monat in der Fremde, welche gar nicht mehr so fremd ist und mittlerweile auch richtig gut in Banff angekommen, mit Arbeitsalltag, Pub-abenden und allem was dazu gehört. 

Die Überschrift verrät, dass wir nun zumindest etwas getrenntere Wege gehen. Nicht falsch verstehen, wir sind beide in Banff,sehen uns auch in der Woche mindestens zwei Mal aber wir arbeiten und Leben eben an verschiedenen Plätzen. Das war eigentlich auch fast selbstverständlich denn welcher Arbeitgeber stellt schon ausgerechnet uns beide ein. Gut, es wäre wahrscheinlich gegangen aber wir dachten es würde uns nicht schaden sich auch mal alleine durchzuschlagen. Aus den gegebenen Umständen heraus schreibt nun jeder seine eigenen Erfahrungen, zumindest aus der Arbeit, in einen eigenen Bericht. Unsere Gemeinsamen Erlebnisse bleiben wie gehabt "Gemeinsam".

Freddy 

Wie schon im letzten eintrag angekündigt arbeite ich nun seit fast zwei Wochen als Housekeeper/Houseman im "Juniper hotel & Bistro" etwas außerhalb von Banff. Nach dem Interview hatte ich sofort ein gutes Gefühl. Das, zusammen mit der Bezahlung hat dann den Unterschied gemacht und ich habe es nicht bereut. Die Tätigkeiten umfassen hierbei hauptsächlich Putzen und Instandhaltung, als houseman rund um das Hotel und als housekeeper eben in den einzelnen Zimmern. Ich mach beides auf Vollzeit also 32 bis 40 Stunden die Woche, im Moment noch ziemlich abwechselnd, es wird sich später entscheiden was dann letztendlich meine Pflichten werden. An sich ist die Arbeit also sicher nicht das Tollste was man sich vorstellen kann, aber ich hab ein super Team hier, einen sehr familiären Umgang im Mitarbeiterstab und meinen eigenen Raum in der Mitarbeiterunterkunft mit Kühlschrank und großem Bett für den ich lediglich 13$ pro Nacht zahlen muss, was einer Stunde  Arbeit entspricht. Außerdem hab ich eine klasse Aussicht an meinem Arbeitsplatz da das Hotel etwas erhöht und abgelegen ist. 

Vielleicht beschreibe ich mein Arbeitsteam irgendwann noch genauer, denn ich denke, das wird mich noch prägen, aber im Moment verlassen noch viele das Hotel und neue Leute werden eingestellt, ich warte also noch ein wenig ab!

Das Wetter hier ist immer noch ziemlich kalt, besonders Nachts, es schneit fast jeden Tag, was für mich eine Menge Schneeschaufeln bedeutet, aber trotzdem schmilzt der Schnee immer mehr und der Frühling ist vielleicht gar nicht mehr so fern. In meiner Freizeit war ich jetzt zweimal ein bisschen wandern. Da Björn und ich nicht immer gleichzeitig frei haben (Wochenende gibts in dem Sinne nicht, da auch ein Dienstag-Mittwoch Wochenende möglich ist) war ich beide Male alleine unterwegs. Das eine Mal hab ich die sogenannten "Vermilion Lakes" aufgesucht, die nur etwa eine Viertelstunde von meinem Hotel entfernt sind und ein beliebter Platz in den Rocky Mountains sind, weil man einen phantastischen Blick auf den "Rundle Mountain" hat, einem der meist besichtigten Berge der Rockys. Viele Künstler kommen hier her um ihn zu zeichnen, weil er scheinbar zu jeder Tages-, oder Jahreszeit anders aussieht, ich hab ihn aber erst mal fotografiert. Die sehen waren aber zum Großteil noch zugefroren, was auch irgendwie eine besondere Stimmung vermittelt, aber nicht ganz so spektakulär ist. 

 

Das zweite Mal hab ich den Mount Norquay erklommen, allerdings nicht bis zum Gipfel, weil es wahnsinnig geschneit hat, ich komplett durchgefrohren war und mir irgendwann auch nicht mehr so ganz wohl zumute war als ich einen wirklich sehr schmalen Pfad, ganz alleine mitten durch den zugeschneiten Wald stapfte. Es war so schön und trotzdem ein bisschen unheimlich. Ich bin gerne alleine, aber in diesem Moment wurde mir bewusst, was es heißt ganz alleine zu sein und welche Gefahren damit verbunden sind. Später wurde ich auch darauf hingewiesen, dass es nicht mehr ganz so ratsam wäre alleine zu wandern, da die Bären langsam aus ihrem Winterschlaf erwachen. Auch Pumas sollen gefährlich sein, wenn sie hungrig sind und gerade die sollen hier vermehrt vorkommen. Wie auch immer, mir ist nichts passiert und es war eine sehr gute Erfahrung mal an seine Grenzen zu kommen, nicht nur körperlich, da wäre noch mehr gegangen, aber auch psychisch. 

Ansonsten gehts mir sehr gut, die Arbeit macht, soweit das eben geht, Spaß und ich bin sehr glücklich hier mit diesen Leuten zu leben. Achja, wir planen an den, kein witz, "Housekeeping Olympics" teilzunehmen, also da kommt noch was auf euch zu, die sind allerdings erst Ende Mai, ich wollte es nur schonmal erwähnen. Ich bin übrigens Favorit auf die Staubsaug, oder Wischmob Disziplin, ganz sicher aber nicht im Handtuchfalten!

Björn

Tja jetzt muss ich mich wohl auch mal persönlich an euch wenden, bis jetzt hat ja Freddy die journalistischen Aufgaben übernommen und ich eher die Grafischen. Wie die meisten ja wissen bin ich leider kein Mann von ausführlichen Worten...

Ich arbeite auch in einem Hotel, welches wesentlich größer ist als Freddys. Es besteht aus drei Gebäuden und man kann sich wirklich verlaufen. Ich arbeite momentan nur als housekeeper, was im Groben und Ganzen Betten machen und Putzen beinhaltet. Vielleicht ist das für manche nicht vorstellbar, das der sonst eher unordentliche Björn nun für Ordnung und Sauberkeit sorgt. Ich werde in Zukunft aber auch wie Freddy als houseman (Hausmeister) arbeiten, wodurch der Arbeitsalttag ein bisschen abwechslungsreicher werden könnte. Bis jetzt gibt es immer nur die Möglichkeit zwischen Bad putzen und Betten machen. Meine Arbeitskollegen sind alle ein bisschen älter als ich und kommen entweder aus Chile oder Japan. Ich steche deshalb äußerlich ein bisschen heraus und höre täglich jegliche Variationen für meinen Namen. Ich wurde aber sehr freundlich aufgenommen und ich hoffe, dass ich in paar Monaten ein bisschen Japanisch kann. Zum Kennenlernen haben mich die Chilenen sogar zum kulinarischen Dinner eingeladen, welches sehr köstlich war.

Da ich mir noch nicht sicher war, ob ich dort weiterhin arbeite wohne ich immer noch im Hostel. Ich hatte nämlich vor ein paar Tagen ein weiteres Vorstellungsgespräch bei einem Vier- Sterne- Hotel, um dort aber arbeiten zu wollen müssten ich mir ein paar Sachen zulegen und vor allem wäre ein radikaler Haarschnitt notwendig...!

Am Montag ziehe ich deshalb in das Wohnheim, wo die Mitarbeiter wohnen. Dieses ist deutlich billiger und nicht so verführerisch, denn gerade wohne ich in einem Achter- Zimmer, wo auch unser guter Reisefreund Jordan aus Australien hausiert. Das Hostel hat eine eigene Bar in der viele Aktivitäten und Happy Hours angeboten werden. Ich genieße sehr das Hostelleben, da immer viel los ist und man wirklich Menschen aus jedem Land kennenlernt. Die häufigsten Backpacker sind aber entweder aus Ausstralien, Neuseeland oder aus Deutschland. Da ich jetzt schon so lange hier wohne habe ich schon ein paar wirklich nette Menschen kennengelernt, mit denen ich auch etwas unternommen habe. An meinen ersten freien Tagen bin ich zum Beispiel mit einem Israeli und einem Kanadier in den Banff Nationalpark gefahren, wo wir schlussendlich im Nirgendwo mit Blick auf Gletscher gelandet sind. Daraufhin machten wir noch einen Abstecher nach Lake Louise, eine Stadt, die zu den Sehenswürdigkeiten gehört. Wie auch Freddy genieße ich sehr das Wandern hier, gerne auch manchmal alleine und ohne Ziel. Dabei ist man ganz bei sich selbst... 

  

Wenn wir zusammen unterwegs waren, war das meistens Abends in Clubs und Pubs. Jordan, ein Australier, den wir in Vancouver kennen gelernt hatten ist uns überraschenderweise spontan nach Banff gefolgt, und mit ihm hatten wir schon den ein oder anderen lustigen Abend. Hervorzuheben ist hierbei der St. Patricks Day, den ich so gar nicht auf dem Schirm hatte, weil ich ihn in Deutschland noch nie gefeiert habe. Hier in Kanada war aber mächtig was los und wir hatten einen gelungenen Abend! 

Im sogenannten Brewpub, einem Pub, der auch selber Bier braut gibt es immer Montags einen "Pint" Bier für 4$, was in Ordnung ist, das Bier ist sogar sehr gut und vielfältig. Gerade in meinem (Freddy) Mitarbeiterkreis ist der Montag also ein beliebter Tag um den Pub aufzusuchen. 

Alles in Allem muss man sagen, dass es die bisher beste Entscheidung war nach Banff zu gehen. Es ist zwar kalt aber wunderschön hier, es war superleicht einen Job zu bekommen, da alle Hotels auf der Suche sind und irgendwie ist es auch schön in einer kleineren Stadt zu sein, das Leben ist hier irgendwie lockerer und lebenswerter. 

Bisher noch etwas frostige, verschneite Grüße ins hoffentlich immer noch sonnige Deutschland, ein Monat ohne euch, ihr fehlt uns auf jeden Fall, aber wir habens schön hier!

Björn und Freddy  

14März
2014

Goodbye Vancouver, we'll meet again...

Tja die Überschrift sorgt dafür, dass sich vielleicht der ein oder andere verwundert die Augen reibt, aber wie so oft hat Mr. Spontan mal wieder zugeschlagen und es gibt einiges zu berichten. Nach zwei Wochen in Vancouver haben wir spontan auf Dienstag den Bus gebucht und sind nach Banff, Alberta aufgebrochen, aber fangen wir von vorne an.

Wie schon im letzten Eintrag erwähnt, blieb das Wetter auch die nächste Woche durchwachsen. Ab und zu kam die Sonne zwar durch, es war auch nicht kalt, aber es hat kontinuierlich geregnet. Die Jobsuche war eigentlich wie das Wetter, durchwachsen eben. Ich habe letztes Mal von einem Interview gesprochen, was aber mehr oder weniger ein Reinfall war, weil wir bis dato so ehrlich waren zu sagen, dass wir nur 1-2 Monate arbeiten wollen. Aus Fehlern lernt man und zukünftig wird dann eben die Wahrheit hinter höflichen Lügen verschleiert, aber so läuft das eben. Die nächsten Tage waren wir viel mit Alex unterwegs und haben Vancouver weiterhin entdeckt und er war es auch der dann, zusammen mit unserem Wunsch endlich die Großstadt zu verlassen, für die Planänderung gesorgt hat. 

Wenn es regnete blieben wir im Hostel was unter anderem zermürbend war und dazu führte, dass ich spontan die Wasserkühlung für den Laptop erfand: 

Einmal wagten wir uns trotz Regen raus und besichtigten mit Alex einen großen Markt und anschließend Chinatown. Hierfür fuhren wir mit kleinen Booten, die hier in Vancouver eigentlich als öffetnliches verkehrsmittel einzustufen sind und bestimmte Linien fahren. In Chinatown angekommen musste sich Björn nach langem Durchfragen und vergeblichem Suchen nach einem Skorpion den er essen könnte dann schließlich mit einer Schlangensuppe in einem chinesischen Restaurant begnügen. Ich muss zugeben, ich hab mich nicht getraut diese zu probieren, aber dafür reichlich anderes "seltsames" Essen, so ganz wohlig war einem da nicht zumute.

Bei schönerem Wetter waren wir wie immer an der Küste/Strand unterwegs(insgesamt sind wir wirklich fast jeden Tag sehr weit gelaufen, da öffentliche Verkehrsmittel einfach zu teuer sind) und es war immer wieder eine wunderbare Kulisse zu bestaunen.  

Auf so einem Ausflug muss es auch gewesen sein, als Alex uns von Banff erzählte und dass wir dort auf jeden Fall mal hin müssten. Drei Tage später saßen wir im Greyhound Bus richtung Banff. So schön Vancouver ist, so schlecht war das Wetter. Dazu kommt noch, dass die Jobsuche mühsam war, uns die Motivation fehlte und wir eigentlich keine Lust mehr auf Großstadt hatten. Wir buchten also für 80$ die eigentlich 13 stündige Busfahrt und brachen Dienstag um 6:30 Uhr auf. Vielleicht werden wir im Sommer zurück nach Vancouver kommen, wir werden sehen. Wir haben ein paar nette Leute kennen gelernt mit denen wir auch weiterhin Kontakt haben, andererseits haben wir auch Leute kennen gelernt, bei denen man froh ist, keinen Kontakt mehr haben zu müssen. 

Wie bereits erwähnt sollte die Busfahrt eigentlich 13 Stunden andauern, aber aufgrund der Verkehrslage und einer durch Steine blockierten Straße in den Rocky Mountains wurden 15 Stunden daraus. Die Fahrt war beeindruckend, fuhren wir am Anfang durch Großstadt, dann tiefsten Schnee und Berge, lag plötzlich trockenes Bergland vor uns gefolgt von den Rocky Mountains und noch mehr Schnee. 

In Banff angekommen, war es 22:00 Uhr, wir hatten sogar eine Zeitzone durchquert (spricht man hierbei von einem "Buslag"?), unsere Zeitverschiebung beträgt nun nur noch 8 Stunden, und es war deutlich kälter. Jetzt wird es aber immer wärmer, wir haben wunderbares Wetter und auch die Jobsuche macht Fortschritte. Wir haben schon von Vancouver aus Bewerbungen verschickt, vor Ort Weitere und bekamen relativ schnell Termine für Interviews. Ich habe mittlerweile zwei Jobs, die ich annehmen könnte, einmal Dishwasher und einmal Housekeeper/Houseman wobei ich wahrscheinlich letzteren nehmen werde. Bei Björn sieht es auch nicht viel schlechter aus, wir haben morgen nochmal ein Interview, also das wird schnell über die Bühne gehen hier.

Banff ist nebenbei ein wunderschönes Fleckchen auf der Erde und für seinen Nationalpark,der Weltkulturerbe ist, berühmt. Eingerahmt von den Rocky Mountains und unterstützt von super Wetter gibt es hier eine unfassbare Kulisse zu bestaunen. An unserem ersten Tag hatten wir zudem eine Begegnung mit, ich denke es sind Rehe Unentschlossen, welche unglaublich zutraulich sind hier und absolut keine Angst vor uns hatten was uns auch sehr erstaunt hat.  

Ein Nachteil ist vielleicht das Hostel, welches viel lebendiger ist als das in Vancouver. allein das Lebendige ist nicht das Problem sondern vielmehr, dass wir uns ein sehr kleines Zimmer mit vier weiteren Personen teilen. Wenn wir allerdings einen Job haben können wir dort Unterkunft finden, nicht ganz umsonst, aber durchaus praktisch und günstiger. 

So, jetzt wurde es mal wieder sehr lang, und mittlerweile sollte ich auch langsam schlafen gehen, aber es gibt einfach viel zu berichten. Uns geht es besser denn jeh bisher und wir sind sehr optimistisch was die Zukunft angeht. Ich mach jetzt dennoch Schluss und hoffe ich hab nichts Wichtiges vergessen. 

Wir hoffen es geht euch allen gut in der Heimat, schönes Wetter habt ihr ja, womit ihr sogar uns etwas neidisch gemacht habt :)

Ihr hört von uns

Björn und Freddy 

07März
2014

Von Sonne zu Regen, von der Fremde in den Alltag

Im Osten nichts Neues? und im Westen? Wir sind jetzt eine gute Woche in Vancouver, haben uns gut eingefunden und tja, was haben wir gemacht? Irgendwie stagniert es im Moment ein bisschen, was nicht heißt, dasses uns schlecht geht, ganz im Gegenteil wir lassen es ruhig angehen und just heute ist doch wieder ein bisschen was passiert.

Die ersten Tage hier waren von gutem Wetter geprägt, besonders ein Tag ist hervorzuheben, an dem wir makellos blauen Himmel hatten und viel Sonnenschein. Wir waren also natürlich am Strand und haben das Frühlingsgefühl genossen, auf den Bildern könnte man meinen wir wären mitten im Sommer wären da nicht die schneebedeckten Gipfel der Berge, aber überzeugt euch selber! 

Leider war dieser Genuss von kurzer Dauer und den Rest der Woche regnete es ununterbrochen und immer noch. Erst Mitte nächste Woche können wir mit Besserung rechnen. Für uns hieß das viel im Hostel zu sitzen, welches übrigens sehr angenehm ist.

Die ersten Tage hatten wir ein 4 Bettzimmer zu zweit, dann teilten wir es zunächst mit einem älteren Zeitgenosse, welcher stets früh aufsteht und dann den Tag über eigentlich nicht mehr zu sehen ist und schließlich ergänzt uns nun ein Vierter Zellenkumpel, welcher heute Quartier bezog, ein bisschen älter als wir ist, Kanadier und mit dem wir heute den Abend verbracht haben, aber dazu später. Ansonsten ist das Hostel überschwemmt mit Deutschen was eigentlich ein bisschen schade ist. Nennenswerte Bekanntschaften sind daraus auch noch nicht entstanden, eine kleine Unterhaltung hier ein Austausch da, aber eben nichts Nennenswertes. 

Wenn es mal nicht regnete streunerten wir durch Vancouver und haben nun eigentlich alles ein wenig erkundet. Erwähnenswert ist eine Tour, auf der wir zunächst das Stadion in Vancouver besichtigten, wo Football, Fußball und manchmal auch Eishockey ausgetragen werden, letzteres, als populärste Sportart in Kanada hat auch ein eigenes Stadion, und später noch die höchstspektakuläre, erste "Steamclock" der Welt bewundern durften. 

Trotz Regen stiefelten wir eines Morgens los um uns auf Jobsuche zu machen. Wir liefen einmal durch die Stadt und klapperten jeder um die ca 10-15 Bars, Restaurants und Hotels ab, gaben unsere Lebensläufe dort ab und hoffen nun auf Rückmeldung. Heute meldete sich ein Hotel und wir haben morgen unser erstes "Interview" um dort vorzusprechen. Mal schauen ob es unser Vorstellung entspricht, oder ob wir deren Vorstellung entsprechen. 

Nun zu unserem Abend mit Alex, unserem neuen Zimmerkollegen. Nach seiner Ankuft, zeigten wir ihm ein wenig das Hostel und er lud uns zu einem Eishockeyspiel in einem Quebecischen Schnellimbiss mit ein paar Bieren ein. Alex kommt eigentlich aus Quebec, lebt aber derzeit in Peru und denkt nun über einen vorrübergehenden Umzug nach Vancouver nach und sucht dort zunächst einen Job. Er ist ein sehr angenehmer Zeitgenosse und ließ es sich nicht ausreden uns einzuladen. Kurzum es war ein sehr schöner Abend und wir sind sehr gespannt wie es weiter geht mit der Jobsuche, so langsam wollen wir arbeiten um dann möglichst schnell weiter zu reisen, denn Vancouver ist schön (Wahscheinlich wird es irgendwann einen Eintrag nur über diese Stadt geben) aber uns zieht es raus in die Wildniss.

 

Naja, jetzt wisst ihr Bescheid, dass wir noch leben und ich gebe zu so viel gibt es nicht zu berichten, aber das ändert sich bestimmt und wir freuen uns viel Neues zu erleben und zu berichten. Anhand der Bilder kann man vielleicht schon ein bisschen erahnen, welche Freiheiten dieses Land uns noch bieten wird.

Ihr hört von uns, wir hoffen euch geht es gut im schönen Deutschland und verbleiben mit den besten, leider im Moment etwas nassen Grüßen von der anderen Seite des Globus

Björn und Freddy

28Februar
2014

Anreise, erste Tage, erste Eindrücke

Anreise

Um 4:00 Uhr morgens klingelt der Wecker... Gerade drei bis vier Stunden geschlafen, doch das Aufstehen fällt leicht. Die Fahrt nach Offenburg mit dem Auto, es wird wenig geredet, die Anspannung ist zu spüren, oder doch nur die Müdigkeit? Dann mit dem Zug über Karlsruhe nach Frankfurt wo wir drei Stunden später ohne nennenswerte Zwischenfälle endlich das Flugzeug richtung Vancouver BC betreten.

Schön, dass ihr den Weg auf unser Reiseblog, das uns bei unserer Reise nach,in und durch Kanada begleiten soll gefunden habt. Hier berichten wir von unseren Erlebnissen und Erfahrungen und werden sie mit Bildern ausmalen. Kleinere Informationspausen könnten durchaus vorkommen, denn wer weiß ob die einsame Siedlung an den Ufern des Yukon über W-lan verfügt, doch zunächst berichten wir aus einer wunderschönen Großstadt (mit W-lan), Vancouver.

Wir steigen aus dem Flugzeug, die Sonne scheint, es ist ca 12:30, dabei sind wir doch erst um 10:40 in Frankfurt losgeflogen. Erst drei Stunden später sollten wir den Flughafen verlassen, Grund dafür: Diplomatie, Bürokratie und eine Prise kanadische Sorglosgikeit. Nach schier endlosem Anstehen für eine Reisepasskontrolle und einem lässigen Durchwinken blühte uns ein schier noch endloseres Anstehen für das Erhalten der Arbeitserlaubniss und dem damit verbundenen "Working Holiday" Visum. Die Einwanderungsbehörden schienen dabei nicht den Eindruck zu machen als hätten sie es besonders eilig, Zeit für ein kleinen Flirt mit der Arbeitskollegin war allemal. Gleichzeitig sind diese auch wenig kompliziert was uns eine reibunglose Einwanderung gewährleistete und wir dann geschafft aber glücklich den Flughafen verließen. 

Etwas später und 18$ ärmer, Bahnfahren ist auch in Kanada nicht für den kleinen Geldbeutel, erreichten wir dann das "City Centre" und unser Hostel. Nach dem dortigen Einchecken und einem kleinen ersten Einkauf flanierten wir dann noch an den Hafen im leicht dämmrigen Abendlicht und ließen den tag ausklingen

. Hafen in Vancouver bei Abendämmerung  

Das anschließende Schlafen, um ca 19:00 Uhr Ortszeit, wollte nicht schwer fallen, waren wir nun schon satte 24 Stunden auf den Beinen. 


2. Tag

Frühem Einschlafen folgt frühes Aufstehen und so waren wir um 7:00 wieder auf den Beinen. Frühstück, beim Hostel inklusive und wirklich okay an Reichhaltigkeit und auch Auswahl, und los gings wieder in die Stadt. Der frühe Vogel fängt den Wurm, den wollten wir aber gar nicht, sondern vielmehr eine "Social insurance number (SIN)", die man zum Arbeiten benötigt. Beim "Service Canada Office" angekommen bekamen wir diese auch direkt ohne Komplikationen. Dann suchten wir noch die "Royal Bank Canada" auf, wo wir von einem netten Bankier begleitet ein Konto erstellten, auf das wir unsere zukünftigen Lohnchecks einzahlen können. Nun sind wir bereits Arbeitsfähig, die Jobsuche kann also losgehen, das einzige was noch fehlt ist ein Handytarif plus Simkarte, das verschoben wir allerdings auf einen anderen Tag, weil wir nun den "Stanley Park" aufsuchen wollten. 

Nur mit unseren Füßen bewaffnet stapften wir nun einmal durch die ganze Vancouver Stadtmitte bis zum Park, wo wir dann schon wieder ziemlich fertig noch einen zentral im weitläufigen Park liegenden "Beaver Lake" besichtigten.Dort machten wir Pause, bevor wir den Rückweg antraten.

Wir besuchten noch ein anderes Hostel, in dem wir nun ab morgen die nächste Woche verbringen und genossen den dann beginnenden Abend mit unserem ersten kanadischen Bier.

Uns gehts sehr gut, wir sind gut angekommen und melden uns sobald es lohnendes zur Berichtserstattung gibt wieder!

Eure Kanadareisenden